Über mich

Julian Meyer, Göttingen

juianVor der Ausbildung zum Augenoptiker 1979 Berufsgrundbildungsjahr Metalltechnik / Fachrichtung KFZ. Liebhaber von Fahrzeugen der sechziger bis achtziger Jahre.
Persönliches Interesse an Zeitgeschehen, -geschichte, Design und Architektur.
Unterstützung der „Deutschen Stiftung Denkmalschutz“, „Ärzte ohne Grenzen“, und „Pro Asyl“.
Mitglied im DAV Sektion Göttingen und bei den „Alt-Ford-Freunden“, dem bundesweit aktiven Ford-Oldtimer-Club als Typreferent.
Ehrenamtlicher fortgebildeter Mitarbeiter im ambulanten Hospiz an der Lutter, Göttingen.

Wie es zu meiner heutigen Firma kam – oder weshalb ein Augenoptiker Fahrzeuge konserviert und schützt:

Langjährige Freunde von mir wissen, dass es mich als Jugendlicher in den 70er-Jahren ärgerte, wenn in meiner vom Krieg stark gezeichneten und zerstörten Heimatstadt Wuppertal alte Häuser abgerissen wurden. Das geschah dort zu oft z.B. zugunsten von Straßenverbreiterungen oder um gesichtslosen und ausschließlich investorenfreundlichen Neubauten Platz zu machen. Auch der Ortskern des ausnahmsweise vom Krieg verschonte Wuppertaler Stadtteil Sonnborn musste Ende der 60er Jahre mit Kirche weichen, um Europas größten Autobahnkreuz („Sonnborner Kreuz”) Platz zu machen – in Wuppertal wohlgemerkt, nicht bei Wuppertal. Sonntags pilgerten viele Familien mit ihren Kindern zur Baustelle, um sich die verstörenden Folgen des Massenabrisses anzusehen.
Die häufigen Abrisse und städtebaulichen Veränderungen im wirtschaftswunderlichen Wuppertal haben mich früh geprägt: Dinge die einmal verloren sind, sind ein für alle mal weg und nicht mehr zurück zu bekommen.
Da helfen auch keine plumpen Kopien wie das Berliner Humboldforum, ein Braunschweiger Einkaufszentrum in Schloßform oder die „neuen Altbauten“ um die Dresdner Frauenkirche, gern mit einem Geschoss mehr, um historische Stadtbilder in Kopie wiederherzustellen. Hätte man doch nicht so viel abgerissen. Optimal ist nur Original. Punkt.

Folgerichtig passt es auch in mein „Soziogramm”, dass ich die damalige Wegwerfmentalität nicht gut fand. Ob Jugendstil-Möbel, Musiktruhen, Röhrenradios: Viele einfach schöne Dinge standen in den 70ern auf dem Sperrmüll, weil sie dem aktuellen Zeitgeschmack nicht mehr entsprachen. Obwohl sie noch prima funktionierten …

Das war auch bei Autos so. Hatte der Nachbar A ein neueres Modell, versuchte Nachbar B nachzuziehen. Denn es war wichtiger als heute, seinen sozialen Stand nach außen zu demonstrieren. Sehr gut funktionierte das mit einem neuen Wagen. Old- und Youngtimer zu fahren war seinerzeit ungewöhnlich. Was ich damals, in den 70ern nicht ahnte, dass einige Studenten begannen, alte Autos herzurichten. Teure, repräsentative Wagen waren das nicht. Eher verschlissene Mobile der Vor- und Nachkriegszeit, als auch alte Transporter, mit denen sie in den Urlaub oder aufs nächste Festival fuhren.
Aus dieser Bewegung entstand die heutige, seit Jahrzehnten etablierte Old- und Youngtimer-Szene.
Die große Masse der Nachkriegs-Autoproduktion war Mitte der 70er Jahre längst verschrottet. Ich fand es seinerzeit schade, dass man von Autos dieser Epoche so wenig sah.

Allerdings, ein kleiner, feiner Rest fiel mir auf: Ein dunkelblauer Opel Kapitän, ein gelb-weißer Ford 12m, („Seitenstreifen-Taunus”) ein dunkelgrünes Goliath-Dreirad eines Kohlehändlers vom Elberfelder Ölberg und ein gelb-weißer DKW 3 gleich 6 mit zwei älteren Damen am Steuer waren Mitte der 70er Jahre meine Stars im Wuppertaler Straßenverkehr.

Immer, wenn ich einen von denen entdeckte, war das für mich so eine Art Zeitfenster in eine vergangene Epoche … Klasse, dass es diese Autos noch gab! Aber wie lange noch? Am Goliath-Dreirad des Kohlenhändlers vom Wuppertal Elberfelder Ölberg war das Führerhaus und die Türen im unteren Viertel mit schwarzem Unterbodenschutz zugeschmiert und es machte einen traurigen, längst aus der Zeit gefallenen Eindruck. Lange hat es wohl nicht mehr existiert.

Jahre später wundert es Sie, lieber Leser, wohl nicht, dass ich mich darüber ärgerte, dass mein erstes Auto, ein 1977er 2CV4, nach nur sechs Jahren an mehreren Stellen durchgerostet war.

Nach Schweiss-Orgien mit Freunden habe ich mit Unterbodenschutz und Hohlraumkonservierung aus Sprühdosen aus dem Kaufhaus versucht, das Weiterrosten zu stoppen. Zumindest haben diese Aktionen das Weiterrosten temporär verzögert, dass ich die gute alte „Ente“ einige Jahre später mit frischem TÜV zu Gunsten eines fabrikneuen 2CV 6 weiterverkaufen konnte. Der wurde dann schon professioneller konserviert, beim Göttinger Citroen-Händler Jedosch, der uns von den „Citroen 2CV-Freunden Göttingen“ gern auf die Bühne gelassen hat und uns sein Werkzeug benutzen lies. Wir nahmen damals die Hohlraumkonservierung von Citroen. (Hersteller Tectyl)

"Rotznase" beim Golf.
„Rotznase“ beim Golf.

Und so ging es weiter, Fahrzeuge von Freunden und Familie, und meine eigenen „Schätzchen“, früher meist alte Citroen wie 2CV, Kastenente, Visa, GSA, später diverse Young- und Oldtimer von VW, Volvo und Ford bewahrte ich vor Rost, in dem ich sie gut konservierte. Viel Zeit habe ich in frühen Jahren verbracht, mit welchem Produkt das am besten klappt. Mit Leinöl habe ich experimentiert, weil das angeblich bei VW in Wolfsburg verwendet wurde und für die typischen „Golf 2 Rotznasen“ an der Heckklappe verantwortlich sei. Erklärte mir tatsächlich ein VW-Mitarbeiter. Kleiner Hinweis: Die Augenoptiker-Schule, die ich damals besuchte, ist in der Nähe von Wolfsburg, fast jeder Einheimische arbeitete bei VW und wusste etwas zu  erzählen… Dennoch: Nie war ein Werkskorrosionsschutz wirksamer als der von VW und Volvo in dieser Epoche zwischen Mitte der achtziger bis Mitte der neunziger Jahre.
Selbst Herstellern, denen in den sechziger und siebziger Jahren das Vorurteil anhaftete, nur schnellrostende Wegwerfautos herzustellen, schafften es in dieser Zeit Wagen anzubieten, die Jahrzehnte bei selbst nachlässiger Pflege funktionierten. Es war die goldene Zeit des Automobilbaus.

An diversen Citroen 2CV-Wiederaufbauten lernte ich in den Achtziger- und Neunzigerjahren worauf es beim Rostschutz ankommt; über den Tellerrand schaute ich, in dem ich Freunden bei der Restauration anderer Fahrzeuge und Marken beiwohnte. Genaue Beobachtung auf zahlreichen Schrottplatzbesuchen und intensive Zusammenarbeit mit befreundeten Autowerkstätten zeigten und zeigen mir die spezifischen Problemzonen an Fahrzeugkarosserien. Auf Autofriedhöfen kann man diese sehr genau studieren, da man die Wagen gut von unten einsehen kann, diese bereits teilzerlegt oder verunfallt sind. Einblicke in sonst verborgene Karosseriebereiche sind hier möglich. Seit Jahren ermöglicht ein Video-Endoskop zerstörungsfrei tiefe Einblicke in Karosseriehohlräume von Kundenfahrzeugen.

Über die Jahre entstand mein erkleckliches „Rostschutz-Archiv“: Jede Menge Hohlraumversiegelungs-Produkt-Testberichte, Reparaturanleitungen diverser Hersteller und Typen, Hohlraumpläne verschiedener Hersteller, unzählige Reparaturanleitungen mit Hinweisen von freien Autoren, interessanterweise auch Fachbücher zum Thema Korrosionsschutz aus der ehemaligen DDR, in denen ausgesprochen viele „Westwagen“ behandelt werden!

20 Rostschutzprodukte im Test bei AutoBild.
20 Rostschutzprodukte im Test bei AutoBild.

Seit vielen Jahren arbeite ich mit dem Produkt, dass in den letzten zwanzig Jahren alle Tests anführt:
Mit „Mike-Sanders-Korrosionsschutzfett“!
Das ganze „Mike-Sander“-Equipment von der Druckbecher-Pistole über den Heizköcher bis Hakendüse steht in unserer Werkstatt zur Verfügung.

Seit Oktober 2015 steht eine „MAHA“-5Tonnen-Hebebühne zur Verfügung, die auch große Wohnmobile und schwere Geländewagen mit ihren vier je zwei Meter langen Tragarmen und speziellen Aufnahmen direkt am Fahrgestell anheben kann. Damit ist die Werkstatt marktgerecht ausgestattet und auf Kundenfahrzeuge vom Kleinwagen bis zum Wohnmobil vorbereitet.

Klarer Standpunkt: Wegen Rost braucht kein Fahrzeug auszufallen. Gern beschäftigen wir uns mit Ihren Fragen zu nachhaltiger Mobilität durch deutliche Steigerung der Fahrzeuglebenserwartung. Noch lieber schützen wir Ihren Wagen mit „Mike-Sander-Korrosionsschutzfett“. Eine gute Entscheidung.