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Einjähriges!

Zwei Gründe zu feiern: Vor einem Jahr zogen wir mit unserer Firma ins Haus Beth und Hugo in den Posthof 10b um. Und seit einem Jahr steht unsere nagelneue Maha-5-Tonnen Hebebühne! Wie doch die Zeit vergeht…

Unsere Maha-5-Tonnen Hebebühne mit vier jeweils 2 Meter ausziehbaren Tragarmen mit speziellen Transporter-Aufnahmen hat sich wirklich allerbestens bewährt: Unsere Kundenfahrzeuge, von knackigen Roadstern über klassische Limousinen, coolen Kombis, über schwere Geländewagen bis zum mächtigen 7-Meter-Wohnmobil: Alle wurden und werden bequem und vor Allem sicher gehoben, um unsere nachhaltige Korrosionsschutzarbeit mit dem bewährten „Mike-Sander-Korrosionsschutzfett“ zu ermöglichen – wenn das kein Grund zu Feiern ist!

Heute wurde vom Maha-Kundendienst ein großer Service nebst der vorgeschriebenen jährlichen UVV-Abnahme durchgeführt. Die wie zu erwarten ohne messbaren Verschleiß abgenommen wurde.

Ja, Qualität lohnt sich. Vor Allem, wenn es um Ihr Fahrzeug geht.

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Der Sachkundige bei der Arbeit:

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Inneneinsichten: Überdimensionierte Spindel und Gleitsteine des Fahrschemels in der Tragsäule:

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Siegel des Vertrauens: Ohne Mängel für ein weiteres Jahr UVV überprüft:

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Pathfinder aus 2005:

Ein Pathfinder aus 2005 mit zeitgerechter Laufleistung von ca. 200.000km, es folgen Bilder vom Chassis und Unterboden:

Bild unten: Oberfläche des Rahmens / Chassis im Heckbereich des Pathfinders stark angerostet

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Bild unten: Auch am Boden der Karosserie oberhalb der Hinterachse hatte Schnittkantenrost Zeit, sich auszubreiten

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Bild unten:  Auch die Oberfläche am Längsträger des Rahmens zwischen den Achsen ist von durchgehendem Oberflächenrost befallen

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Bild unten: Die komplexe Rahmenstruktur im Aufnahmebereich der (hier erneuerten) Querlenker hat durchgehenden Rostbefall

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Der Wagen hat zum Zeitpunkt der Aufnahmen frischen TÜV. Der oberflächliche Rost ist technisch nicht bedenklich, solange der Rahmen nicht durch Korrosion geschwächt worden und die Karosserie nicht durchgerostet ist.

Nach Betrachten dieser Bilder sollte indes klar sein, dass sich der Rost weiter ausbreiten wird und schwere Korrosionsschäden nur eine Frage der Zeit sind. Leider ist die Korrosion, obgleich noch nicht technisch einschränkend, zu weit fortgeschritten, als dass man von einem konservierungswürdigen Zustand dieses Pathfinders sprechen kann. Das hätte vor fünf Jahren anders ausgesehen; man sollte mit einer Fahrzeugkonservierung nicht zu lange warten.

 

 

Rechte an den Bildern dieses Beitrags: N. Germer

Golf 2 rostet nicht?

Unter Kennern gilt der Golf 2, gebaut von 1983 bis 1992, als einer der langlebigsten jemals gebauten Autos. Zu Recht. Er gehört zur Familie der echten Langzeitautomobile, wie etwa auch die Volvo-700er/900er Baureihen oder der Passat 3, gebaut von 1987 bis 1993. Aber auch z.B. Citroen-, Benz- und Fiatmodelle dieser Epoche hielten länger als jemals zuvor – und nach diesem Zeitraum.

Ohne sich um Rostschutz bemühen zu müssen, hielten die Karosserien dieser Fahrzeuggeneration über zwanzigjährige Nutzung hinaus durch, selbst bei nachlässiger Pflege – die Jahre von Mitte der Achtziger bis Anfang der Neunziger waren die goldene Zeit des Automobilbaus. Wenn man denn auf wirkliche Nachhaltigkeit Wert legt.

Kann man sich bei dieser Fahrzeuggeneration nun weiter auf Rostresistenz auf hohem Niveau verlassen und einfach sorglos weiterfahren? Die folgenden Bilder stammen von einem 1991er Golf 2 unseres Kunden mit 150.000km Laufleistung und helfen Ihnen, eine Antwort auf diese Frage zu finden:

 

Bild unten: Rost an der Vorderachse, hier bestehend aus Motorträger und Querlenkern.

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Bild unten: Beginnender Falzrost an den Schwellerunterkanten – Handlungsbedarf.

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Bild unten: Rost unter dem PVC-Unterbodenschutz, der immerhin fünfundzwanzig Jahre dieses Fahrzeug vor Durchrostung geschützt hat. Nun ist er an seine Grenzen gekommen und es bedarf nach all den Jahren einer ersten Prüfung und Maßnahmen zur Ertüchtigung des Rostschutzes.

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Bild unten: Heckabschluss im Spritzbereich der Hinterräder: Oberflächenrost unter Lack & Steinschlagschutz:

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Bild unten: Alarmstufe rot! Der Bereich im hinteren rechten Radkasten über dem Tankrohr entwickelt sich jetzt beim Golf 2 zu einer echten Achillesferse. Wenn hier durchgerostet, ist eine Instandsetzung recht aufwändig. Hier zum Glück nur An-, aber keine Durchrostung – wir kamen mit unserer Arbeit nicht zu spät. In unserer Preisliste bieten wir für diesen Bereich am Golf 2 ein spezielles Angebot mit schützendem Innenkotflügel.

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Der Tankrohr-Bereich im Radkasten ist auch bei Fahrzeugen anderer Hersteller einer Beachtung wert, denn durch dauerfeuchte Schlamm- und Salzablagerungen kommt es gerade hier zu Rost. Wie das untenstehende Bild von einem Honda Akkord aus 1982 mit nur 56.000km zeigt. Nach sorgfältiger Reinigung und Entfernung von ca. einem Kilo feuchtem Dreck zeigte sich Rost. Auch hier konnten wir rechtzeitig mit unserer Arbeit auf das Weiterrosten an einem erhaltenswerten Oldtimer Einfluss nehmen:

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VW Cabrio: Rost & schlechte Reparatur

Ein VW Cabrio fährt in die Werkstatt. Termin zur Konservierung mit dem bewährten „Mike-Sander-Korrosionsschutzfett“. Beeindruckend der neue Lack, das gute Interieur, das zeitgenössische Mono-Radio und das neue Verdeck. Die Türen schließen passgenau. Geschmackvolle Originalfelgen. H-Kennzeichen. Wirklich schön. Auf den ersten Blick ein Oldtimer, wie er sein soll.

Kaum auf der Hebeühne, Räder abgenommen, entgleisen die Gesichtszüge: Eher ein Wagen, von denen in Oldtimer-Kaufberatungen deutlich abgeraten wird: Denn die Mängelliste ist erheblich: An den Nahtkanten Rahmentunnel / Bodenblech wurde herkömmlicher Unterbodenschutz auf Rost und sich abpellenden Alt-Unterbodenschutz aufgebracht. Wohl noch nicht lange her, löste der sich großflächig und ließ den Blick auf die völlig unbehandelten Alt-Rost-Stellen frei. An allen Stellen, an denen ein Käfer rosten kann, ein kreativer Flickenteppich aus „eingebratenen und selbstgedengelten“ Blechen, in allen vier Radhäusern, unter der Sitzbank mit Unterbodenschutz kaschierter „Blätterteig“, selbstverständlich auch an den Endspitzen. Roststellen am Bodenblech der Karosserie im Motorbereich waren völlig unbehandelt und seit Jahrzehnten sich selbst überlassen.

Verstörendes am Rahmenkopf: Großflächig aufgesetzte „selbstgemachte“ Bleche. Die Fahrt mit dem Endoskop durch den Rahmenkopf zeigte Rost über Rost, der einen dort nach Abnahme des vorderen Abdeckblech mit bloßem Auge anstarrte. Viel Spachtelmasse unter dem Lack an den B-Säulen, den Seitenteilen und den Schwellern im Türbereich. Der komplett verölte Antriebsstrang, verrostete Querlenker hinten, die ausgeleierte Handbremse, und die Schaltwege fielen da gar nicht mehr ins Gewicht. Neue Bremssättel, Beläge, und neue Billigstreifen rissen es leider nicht raus: Nein, traurigerweise ist dieser Wagen nicht im konservierungswürdigen Zustand. Und ich habe noch nie einen Wagen gesehen, der von oben so gepflegt erschien und von unten in der Qualität bearbeitet ist, wie man einen siebzehnjahrealten Astra für den allerletzten TÜV herrichtet.

Citroen Berlingo aus 2010 – Rostbeginn trotz Verzinkung:

Ein Berlingo Multispace aus 2010 mit nur 35.000 Kilometern. Trotz des Alters durch die geringe Laufleistung Jahreswagen-Appeal. Verzinkte Karosserie a la Audi, dennoch beginnender Rost am Träger des ABS-Blocks, einer Auspuffhalterung, an einigen Kanten des Vorderachskörpers und der inneren Metallverstärkung der hinteren Stoßstange. Viele Überlappungen und Blechschnittkanten sind wie der Bereich Übergang Schweller zum Bodenblech sorgfältig mit einem dicken PVC-Schutz beschichtet – unverständlicherweise nicht alle! Und genau an denen beginnt zarter Schnittkantenrost. Gut gespart hat der Hersteller auch an der Abdichtung von Tür Innen- und Außenhaut: Nur an der Unterkante gibt es eine Nahtabdichtung. Genauso nur an der Unterkante der Heckklappe. Ein paar darstellende Bilder folgen:

 

Foto unten: Gut, ordentliche Nahtabdichtung ab Werk. Leider nicht überall, wie man sieht. Weshalb?

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Bild unten: Trotz verzinkter Karosserie und ordentlichem Korrosionsschutz beginnender Schnittkantenrost nach sechseinhalb Jahren und 35.000km. Weshalb auch hier keine Nahtabdichtung?

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Schön geht anders: Auspuffhalterung mit starkem Oberflächenrost. Unterboden in diesem Bereich ohne jeden Unterschutz. Muss das sein?

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Querträger oberhalb der Hinterachse mit herstellerübergreifend typischen Schnittkantenrost im Anfangsstadium. Uncool, weil dieser Bereich im Dreck-, Feuchtigkeits- und Salz-Schleuderbereich der Hinterräder liegt:

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Überraschung! Am Hauptlängsträger vor der Hinterachsaufnahme (rechts am Bildrand zu sehen) quillt Werks-Korrosionsschutz aus einer Hohlraumbohrung nach Entfernen des Hohlraumstopfens. Das ist ordentlich. Und wichtig: Denn im Fahrbetrieb leitet die Hinterachse enorme Kräfte über diesen Träger in die Karosserie ein. Blöd, wenn es hier „crunchy“ werden würde. (Kennt man von älteren Ford, die u.a. an diesem Träger gern durchrosten. Zum Schweißen müsste in solch einem Fall die Achse raus und das übersteigt meist den Zeitwert) Der Berlingo trotzt zumindest hier durch den Werksschutz der Zeit.

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Fazit: Ein Werks-Korrosionsschutz auf praxisgerechtem Niveau mit Verbesserungspotential im Detail, den Citroen hier bietet. Die zwölf Jahre Werksgarantie gegen Durchrostung wird er ohne Wenn und Aber schaffen. Da könnten sich viele, auch bundesrepublikanische Premium-Hersteller, eine Scheibe von abschneiden. Wenn der Berlingo auch nach Ablauf der zwölfjährigen Rostschutzgarantie viele weitere Jahre im guten Zustand bleiben soll, ist eine Rostvorsorge mit „Mike-Sander-Korrosionsschutzfett“ angebracht. Dann wird das Weiterrosten nach bestem Stand der heutigen Technik deutlich verzögert und die Karosserie steht nach über zwanzig Jahren ordentlich da.

Flora & Fauna im Posthof 10b:

Natur in der Werkstatt? Aber natürlich, denn bei uns im Posthof 10b wird Natur großgeschrieben. Und immerhin waren hier früher, also bevor in den 70er und 80er Jahren die heutigen Werkstattgebäude errichtet werden, Gärten der noch heute an der Straße stehenden Altbauten. Und da wuchs so einiges, deren übriggebliebene Reste an den ehemaligen Gartenzäunen sich heute wieder zu unserer Freude ausbreiten, wie z.B. Weintrauben, Brombeersträucher und Holunderbüsche.

In der vergangenen Woche waren die Brombeeren erntereif und wir haben es uns mit unseren Kunden schmecken lassen, gut bewacht von Nikita, unserer Werkstatthündin!

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„Konservierungsstau“ im Posthof 10b!

Kaum aus dem Urlaub zurück, ging es wieder rund im Posthof 10b, einige Konservierungsaufträge haben sich aufgestaut.

Und so waren zwei Klassiker gleichzeitig an der Bühne, unten ein klassischer Golf2 GT aus der Nähe Aachens bei der Endabnahme, oben wird ein rares Mercedes „Strich acht“ Coupe der ersten Serie aus Braunschweig zur Konservierung mit dem bewährten „Mike-Sander-Korrosionsschutzfett“ vorbereitet.

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Die neue Maha Fünftonnen-Bühne, erst Ende 2015 aufgestellt, hebt alle Wagen vom kleinen Smart bis zum 7m-Wohnmobil auf Sprinter-Basis.

Pathfinder aus 2010 – beginnender Rost!

Während die Karosserie nur an zwei Stellen beginnenden Kantenrost aufwies, (Oberkante Heckklappe innen, Schwellerunterkante fahrerseitig innen) hat das stabile, separate Fahrgestell -zum Glück nur- Oberflächenrost, besonders an Werks-Schweißverbindungen der Träger. Ohne Konservierung mit „Mike-Sander-Korrosionsschutzfett“ würde der Rost nicht weniger, weshalb sich der Eigner für eine Konservierung entschied.

Foto unten: Akuter Handlungsbedarf, alle Werks-Schweissverbindungen am Fahrgestell zeigen beginnenden Oberflächenrost:

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Foto unten: Schwellerinnenseite beifahrerseitig. Zwar ein besserer mehrschichtiger Grundierungsaufbau als am separatem Fahrgestell, dennoch fehlt jeder Unterbodenschutz oder gar eine Hohlraumkonserierung. Preisgünstig: Hohlraumzugänge waren mit sich schon lösenden „Aufklebern“ verschlossen. Nach unserer Konservierung wurden diese Öffnungen mit mehrfach verwendbaren Gummistopfen verschlossen.

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Entgegen unserem Kunden, der sich nicht zu spät für eine Fahrzeugkonservierung entschied, warten einige Halter leider zu lang: An einem zehnjährigen Dodge Ram Pickup war das komplette separate Fahrgestell flächendeckend von vorn bis hinten rostig und die Türen durchgerostet, so dass ich von einer Konservierung im gegenwärtigen Zustand abriet.

Vernünftige Entscheidung!

Die Konservierung eines nahezu fabrikneuen Westfalia-Columbus-Wohnmobils, Erstzulassung April 2016.

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So hat die Entstehung von Rost nach heutigem Stand der Technik wenig Chancen durch die auch nach Jahren aktive „Langzeitkriechwirkung“ von Mike-Sander-Korrosionsschutzfett. Genau das ist unserem Kunden wichtig. Wir wünschen gute Fahrt für lange Zeit und bedanken uns herzlich für diesen Auftrag!

 

Untenstehende Detailbilder stammen von diesem Arbeitsauftrag und zeigen wie wichtig es u.a. ist, Verkleidungen, Schmutzfänger und Hohlraumstopfen zu entfernen, um durch Erreichen von relevanten Bereichen ein Fahrzeug nachhaltig vor dem Hauptfeind Korrosion zu schützen:

Bild unten: Völlig ungeschützte vordere Blattfederaufnahme beifahrerseitig.  Bei einem Paketdienstwagen mit einer Nutzungsdauer von vier bis fünf Jahren mit etwa 400.000km Laufleistung (typisches Leistungsprofil eines Paketdiensttransporters) durchaus angemessen; einem nach Kundenangaben fast € 80.000,– teuren Wohnmobil mit wesentlich längerem Haltungshorizont unwürdig. Man beachte den liederlich aufgetragenen und unvollkommenen Werksunterbodenschutz. Genauso sparsam und unvollkommen wurde herkömmliches Hohlraumwachs verwendet. Nach nur wenigen Jahren ist ohne nachträgliche Konservierung Rost möglich. Zuerst an Blechschnittkanten, kurze Zeit später in Hohlräumen und an Flächen.

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Bild unten: Hier der Bereich hinter dem Vorderrad beifahrerseitig: Nach Demontage des Schmutzfängers nach nur wenigen Monaten Fahrbetrieb Schmutz, der über Jahre durch schlechte Trocknung hinter dem Schmutzfänger durch Feuchtigkeitsspeicherung für Rost sorgen kann:

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Bild unten: Der gleiche Bereich nach Reinigung vor Durchführung der Konservierung: (Fahrerseitig)

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Bild unten: Nach Abschluss der Konservierungsarbeiten (Hohlraumstopfen und Schmutzfänger wurden nach Aufnahme montiert)

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